Ausrüstung


Bei der Konfiguration der Ausrüstung unterscheidet man zwischen Sport-, Technischem und Berufstauchen. Bei uns im Verein geht es meistens um das reine Sporttauchen. Der durchschnittliche Sporttaucher taucht bei uns von März bis November, meist taucht er im Tiefenbereich bis maximal 40 Meter.

Meistens taucht man bei uns mit Mono-Tauchflaschen zwischen 10 und 15 Litern Inhalt. Man braucht eine Tarierweste mit bis zu 20 Litern Auftrieb.

Tauchgänge in heimischen Seen gelten immer als Kaltwassertauchgänge. Für die eigene Sicherheit sollte daher alles was lebensnotwendig ist redundant ausgelegt werden. Daher braucht man bei uns zwei getrennte Lungenautomaten Systeme. Das heißt, wir brauchen zwei erste Stufen an denen jeweils eine zweite Stufe hängt. Zumindest einer der Automaten wird mit einem langen Schlauch ausgerüstet, um eine bequeme Luftversorgung des Mittauchers ermöglichen zu können.

 Um eine perfekte Ausfallsicherung zu haben, müssten aber nicht nur die Automaten redundant sein. Eigentlich sollte an jeder ersten Stufe dann auch ein eigener Fini sein, außerdem sollte auch die Versorgung des Jackets redundant sein.

Diese Redundanz kann man aber leicht durch eine gute Ausbildung ersetzen. Luft braucht man zum überleben, daher kann man den zweiten Lungenautomaten durch nichts ersetzen. Der Rest ist nicht wirklich notwendig. Man kommt auch ohne doppelten Fini hoch. Und Luft kann man auch mit dem Mund in das Jacket einblasen. Oder mit dem Trockentauchanzug tarieren, wenn man mit einem solchen taucht.

Neben der Luftversorgung sollte man in unseren Gewässern einen Warmen Tauchanzug tragen. Hier gibt es als Alternativen 7mm Nasstauchanzüge oder Trockentauchanzüge. Dünnere Anzüge sind in der Regel zu kalt, da die Wassertemperatur in einem See mit zunehmender Tiefe auch im Hochsommer recht kühl bleibt. Kopfhaube, Handschuhe und Füßlinge aus Neopren komplettieren den Kälteschutz.

Zur Tiefen und Zeitbestimmung braucht man einen Tauchcomputer, zur Navigation einen Kompass.

Mehr wird bei uns auch gar nicht zum sicheren Tauchen benötigt. Manchmal ist es sinnvoll ein Messer oder eine Schere mitzunehmen, vor allem wenn in dem See auch geangelt wird. Sollte man tiefer oder nachts tauchen, ist es auch immer ganz gut eine Lampe mit zu nehmen.

Doch wie sehen die Taucher dann am See aus? Wie Weihnachtsbäume, oder? Da wird dann jede Menge teurer Ballast mitgeschleift. Ein Spottaucher braucht in einem See in der Regel kein Reel, keine Boje, drei Schreibtafeln, 3 Lampen usw. Wenn man diese Taucher mal auf das Zeug anspricht, ist das alles zur Sicherheit. Leider können die wenigsten damit umgehen, da gehen Bojen samt Reel alleine auf Reisen, mit den Lampen reißen sie die ganze Unterwasserwelt zusammen und wenn sie wirklich mal was schreiben wollen merken sie, dass sich die Schreibtafel auf dem rechten Arm befindet und mit links können sie dann nicht schreiben (oder ihr Mittaucher kann es dann nicht lesen).

Sinnvolle Ausrüstung hat aber keiner dabei. Weder einen Erste Hilfe - Kasten, eine Atemmaske oder Sauerstoff wird mit an den See genommen. Auf die Idee, das ein Kabelbinder in dem Jacket manchmal unheimlich nützlich sein könnte oder eine Ersatzmaske auch nicht viel Platz im Jacket einnimmt, aber einem im Zweifel das Leben retten kann, kommt kaum einer.

Wenn wir Ausrüstung mit ins Wasser nehmen muss sie für den Tauchgang nützlich sein, man muss mit der Ausrüstung umgehen können und die Ausrüstung muss in einwandfreiem Zustand sein.

Die Ausrüstung die man mitnimmt muss möglichst stromlinienförmig sein. das heißt alles was rumbaumelt muss irgendwie verpackt werden. Schläuche sollten möglichst aufgeräumt sein und nicht übereinander oder verdreht liegen. Konsolen, Lampen usw. sollten so nahe wie möglich am Körper liegen. In unserem Verein werden z.B. lange Schläuche einfach mit Gummibändern seitlich an der Flasche befestigt, ansonsten gibt es überall günstig verschiedenste Clips, mit denen man alles nah am Jacket befestigen kann. Dadurch verringert sich zum einen die Gefahr hängen zu bleiben zum anderen gibt es weniger Wasserwiederstand. Das Tauchen wird weniger anstrengend und man braucht daher weniger Atemluft. Außerdem sättigt man etwas weniger Stickstoff auf und man taucht daher sicherer.